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Rezensionen 2020

PanemX

Das Lied von Vogel und Schlange – PanemX

Von Konstantin (12 Jahre)

Das Buch „PanemX“ ist eine Ergänzung zu der Buchreihe „Die Tribute von Panem“ und handelt von President Snow als Jugendlichem. 64 Jahre vor der Original Trilogie werden die 10. Hungerspiele von Panem beschrieben. weiterlesen

Auf Störtebekers Spuren
Der Schatz des berühmten Piraten

Von Rieke Lucas, Isabel Reiners, Alina Rischel, Christina Schmidt, Ylenia Schmitz und Anne Schumacher (2020)

Hisst die Segel!
Mit Uwe Timms „Der Schatz auf Pagensand“ von 1995 steht euch ein Segelabenteuer der Extraklasse bevor. Hautnah begleitet ihr Jutta, Benno, Georg und Jan bei ihrer Suche nach dem legendären Störtebeker Schatz. Mit der Jolle „Freundin der Winde“ begeben sich die Vier auf die Elbe und setzen sich dabei nicht nur Naturgewalten aus, sondern treffen auch auf eine Räuberbande und ihre Freundschaft wird immer wieder auf die Probe gestellt. weiterlesen

Unsere Zukunft ist jetzt!
Kämpfe wie Greta Thunberg für das Klima

von Nina Eichholz, Carolin Fischer, Karlotta Fischer, Charlotte Fleuster, Anne Gehring und Paula Gey (2020)

Warum kämpft eigentlich Greta Thunberg für den Klimaschutz und weshalb ist er überhaupt so wichtig? Wie ist aus dem stillen Mädchen, das alleine vor dem schwedischen Reichstag protestierte, die wichtigste Klimaaktivist*in unserer Zeit geworden, die die weltweiten Fridays-for-Future-Proteste initiierte? Und welchen Beitrag kann jede*r einzelne von uns zum Klimaschutz leisten? Einige Antworten auf diese Fragen liefert das Buch „Unsere Zukunft ist jetzt! Kämpfe wie Greta Thunberg fürs Klima“ von Claus Hecking, Charlotte Schönberger und Ilka Sokolowski in einer Mischung aus Sachbuch zum Klimaschutz und erzählender Mini-Biographie über Greta Thunberg. weiterlesen

Die Macht der Illustration

von Anna Paulina Goeke, Nora Höltge, Victoria Kirchner, Laura Knapp und Lukas Köpf (2020)

Was hält unsere Welt eigentlich zusammen? Auf diese Frage gibt es sicherlich nicht nur eine Antwort und zudem nicht nur Antworten, die einem Fachgebiet entstammen, da hier gesellschaftliche, physikalische, geographische und weitere wissenschaftliche Gebiete eine Rolle spielen. Wie kann man die Komplexität einer solchen Thematik ohne Verfälschungen in verständlich umsetzen und zusätzlich das Ganze noch kindgerecht gestalten? weiterlesen

Bianca – Die Perspektive macht die Geschichte

Von Julia Smarsly, Matthias Stagge, Lena Terp, Thorben Wellmann, Eva Zimmermann und Maria Zydek (2020)

Wie ist es, immer im Schatten des herzkranken Bruders zu stehen? Was fühlt man, wenn die Eltern geschieden sind? Wie ist es, sich innerhalb der Familie ausgegrenzt oder nicht dazugehörig fühlt? Und was passiert, wenn plötzlich die Lieblingsschauspielerin mitten im Raum steht?
Mit diesen und anderen Fragen begleiten wir die 12-jährige Bianca an einem für sie ganz besonderen Nachmittag. In dem Kurzroman „Bianca“ erleben wir unverblümt die Gefühlswelt und die Gedankenströme aus der Perspektive des „schwierigen“ jungen Mädchens. weiterlesen

Beste Freundinnen auf Draculas Spuren

verfasst vom Les(e)bar-Kinder-Corona-Kollektiv 2020

Lara Schützsacks Kinderroman “Tilda, ich und der geklaute Dracula” erschien im September 2019. Er richtet sich an Leser*innen ab acht Jahren und erzählt die Geschichte der besten Freundinnen Tilda und Oda, die sich als Detektive ausprobieren, um einen entführten Hund und – sozusagen nebenbei – ihre Freundschaft zu retten.

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Das kleine Klimaheld*innen-Einmaleins oder
wie auch Du Deine Zukunft gestalten kannst!

von Nina Eichholz, Carolin Fischer, Karlotta Fischer, Charlotte Fleuster, Anne Gehring und Paula Gey (2020)

Warum kämpft eigentlich Greta Thunberg für den Klimaschutz und weshalb ist er überhaupt so wichtig? Wie ist aus dem stillen Mädchen, das alleine vor dem schwedischen Reichstag protestierte, die wichtigste Klimaaktivist*in unserer Zeit geworden, die die weltweiten Fridays-for-Future-Proteste initiierte? Und welchen Beitrag kann jede*r einzelne von uns zum Klimaschutz leisten? Einige Antworten auf diese Fragen liefert das Buch „Unsere Zukunft ist jetzt! Kämpfe wie Greta Thunberg fürs Klima“ von Claus Hecking, Charlotte Schönberger und Ilka Sokolowski in einer Mischung aus Sachbuch zum Klimaschutz und erzählender Mini-Biographie über Greta Thunberg.

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„Oscar ist tot, weil ich ihm beim Sterben zugesehen habe.“

Victor Jestins Romandebüt "Hitze"

von Thomas Fischer (2020)

Sommerferien in einem spießigen Campinglager an der französischen Küste. Der siebzehnjährige Léonard beobachtet den Suizid eines anderen Jungen. Anstatt die Tat zu verhindern, verbuddelt er den Leichnam in einer Düne.

So spektakulär beginnt der kurze Roman Hitze von Victor Jestin, und so ratlos ist man nach den ersten Seiten. Erst ganz allmählich wird der „acte gratuit“, die seit André Gide in der französischen Literatur bekannte, scheinbar völlig sinnlose Handlungsweise verständlich. Zwischen den Jugendlichen im Ferienlager herrscht nämlich ein nicht ungefährliches Bäumchen-wechsle-dich-Spiel: Die notorischen Machos schleppen die Mädchen ab, und eher schüchterne Jungen wie der dünne Léonard, der nicht einmal zum Schwimmen sein T-Shirt ablegt, und sein Kumpel Louis gehen leer aus. Erst als sich die schöne Luce für den introvertierten Jungen interessiert, erlebt er sein nicht besonders spektakuläres ‚erstes Mal‘: „Nichts daran war brutal. […] Ich kam, und die Welt blieb dieselbe“.

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Eine Sammlung außergewöhnlicher Liebesgeschichten:

Die Anthologie „Liebe – Geschichten über das größte Gefühl der Welt“ (2020)

von Thomas Fischer (2020)

Der Diogenes-Verlag ist bekannt für seine zahlreichen Anthologien, die von Feriengeschichten über Krimis bis zu Kinder- und Jugenderzählungen reichen und sich hervorragend für die sommerliche Strandlektüre eignen. Auch wenn Corona dieses Jahr die Urlaubsmöglichkeiten stark einschränkt, lohnt es sich, eine dieser Sammlungen einmal näher zu betrachten.

Die druckfrische Anthologie Liebe – Geschichten über das größte Gefühl der Welt, ausgewählt von Anna von Planta und Noemi Bünzli, enthält zehn Geschichten von sechs Autorinnen und vier männlichen Schriftstellern. Auffällig ist, dass der Schwerpunkt der Texte auf der Darstellung homosexueller Beziehungen liegt. Der belanglose Titel des Bandes gibt darüber keine Auskunft; höchstens das Umschlagbild mit sechs Vögeln in Regenbogenfarben könnte ein Hinweis darauf sein.

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„Texte, die bleiben sollten“

Wolfgang Herrndorfs wirklich allerletztes Buch "Stimmen"

von Thomas Fischer (2020)

Der Maler und Schriftsteller Wolfgang Herrndorf, dessen Roman Tschick beinahe Weltruhm erlangte, litt an einem Gehirntumor; er starb von eigener Hand im August 2013, als die Folgen der Krankheit unerträglich wurden. Wie einst Franz Kafka bestimmte er, das seine Nachlassmaterialien, mit sehr wenigen Ausnahmen, vernichtet werden sollten – und anders als bei Kafka haben sich Herrndorfs Erben an diese Verfügung gehalten.

Daher umfasst das schmale Oeuvre des Autors neben drei Romanen und einigen Bänden mit Kurzgeschichten nur noch das Fragment Bilder deiner großen Liebe aus dem Nachlass, das eine Fortsetzung zu Tschick werden sollte. Auch das aus einem Weblog hervorgegangene beeindruckende Krankheits-Tagebuch Arbeit und Struktur wurde post mortem noch in gedruckter Form herausgebracht.

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„Jehova, desto doofer“? –
Ein Coming-of-Age-Roman, der sich um ein differenzierteres Bild der Zeugen Jehovas bemüht

von Thomas Fischer (2020)

Wir kennen zwar alle die älteren Damen und Herren, die bei Wind und Wetter an Bahnhöfen und in Einkaufspassagen stehen und Broschüren wie „Der Wachtturm“ oder „Das Ende der Welt ist nahe“ anbieten. Und vielleicht weiß man auch noch, dass diese Gemeinschaft keine Geburtstage und Weihnachtsfeste feiert und Bluttransfusionen ebenso ablehnt wie alternative Lebensweisen, etwa Homosexualität.

Doch wie sieht es im Inneren dieser endzeitlichen Sekte aus? Wie gestaltet sich der streng reglementierte Alltag besonders der jungen Mitglieder? Die Autorin Stefanie de Velasco, die bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen ist und mit 15 Jahren diesem Glauben den Rücken gekehrt hat, nimmt uns in ihrem Roman Kein Teil der Welt mit ins „Reich der Wahrheit“, in dem ihre Protagonistin Esther den täglichen Spagat zwischen Schulalltag, Missionierungsdienst und Bibelstunden schaffen muss.

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Der Vogelschorsch -
Die „Verzweigungen“ einer außergewöhnlichen Freundschaft

von Martha Hachenberg, Janina Sohn, Franziska Wilkes & Aileen Wittköpper (2020)

„Der Vogelschorsch“ von Hannes Wirlinger ist ein berührender Jugendroman über eine ganz besondere Freundschaft, über Verbundenheit und die Erkenntnis, dass Freud und Leid nah bei einander liegen können. In einer Rückschau, die aber immer nah an der Hauptgeschichte bleibt, erinnert sich Lena an ihre Zeit als 14-Jährige in einem kleinen österreichischen Dorf zurück. Ihr Alltag ist geprägt durch ständige Streitereien der Eltern, der damit verbundenen Angst einer Trennung und den Tücken des Erwachsenwerdens. Ihre Freizeit verbringt Lena größtenteils mit ihren Freunden, dem Mühltaler Max und dem Lederer Lukas. Schon die Namen spiegeln den österreichischen Dialekt des Autors wieder, der sich durch das ganze Buch zieht und bei dem so manches Mal ein Wörterbuch hilfreich gewesen wäre. So ist Lena wieder mit dem Mühltaler Max und dem Lederer Lukas zusammen, als sie eines Tages Georg, den Vogelschorsch, kennenlernt.

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Rapunzel - Neu illustriert

von Melanie Bohlen, Richard Frömming, Laura Gebert, Linda Kalinke und Charlotte Streitenberger (2020)

Seit Jahrhunderten wird das Märchen der Brüder Grimm, das die Geschichte von Rapunzel mit ihrem langen goldenen Haar und ihrer Gefangenschaft in einem hohen Turm erzählt, weitergetragen und vorgelesen. Über viele Generationen hinweg wird wohl kaum ein Kind ohne den berühmten Satz “Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!” aufgewachsen sein. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene schriftliche Fassungen des Märchens veröffentlicht und schmücken seither nicht nur deutsche Bücherregale. Doch auch über die schriftlichen Werke hinaus, wurde die Geschichte von Rapunzel in den verschiedensten Medien, wie Film, Musik und Kunst immer wieder aufgegriffen und neu inszeniert. Nun wird das alte Märchen der Brüder Grimm sprachlich von Gertrud Posch und Annabel Lammers überarbeitet und mit zarten Illustrationen von Francesca Dell’Orto neu gestaltet. Dabei schafft es Dell’Orto, dem Märchen mit ihren fast zauberhaften Bildern eine neue Magie einzuhauchen. 

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Feminismus –
Ist das noch relevant oder kann das weg?

von Klara Lantiat, Lena Merkel, Eva Swiatkowski, Christina Unglaub (2020)

Wer hat es nicht alles schon gehört: „Feminismus? Das sind doch immer die, die oben ohne demonstrieren!?“ „Das mir alles viel zu radikal!“ oder „Das sind alles nur militante Frauen und Männerhasser!“. In Zeiten von #Metoo und Gender Pay Gap ist das Thema Feminismus aktueller denn je. Warum also löst der Begriff trotzdem bei einigen Menschen immer noch Angst, Schrecken und Abneigung aus? Auf diese Frage kann das Sachbuch von Juliane Frisse zwar nicht direkt antworten, allerdings bietet es einen facettenreichen und sachlichen Überblick, mit welchem sich die Leserschaft eine informierte und differenzierte Meinung bilden kann. Somit hat es das Potential den negativen Assoziationen und Gefühlen bezüglich des Themas Feminismus entgegenzuwirken, vielleicht sogar diese abzubauen.

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Mit Sasja den Tod verstehen?!

von Chiara Gieseler, Maike Ohngemach, Pia Schmidt (2020)

Was ist der Tod? Und was passiert danach? Auch Sasja stellt sich diese existenziellen Fragen, als seine Mutter stirbt und vom Tod persönlich in dessen Reich jenseits des Meeres gebracht wird. Eine abenteuerliche und emotionale Reise über Leben, Tod und die eigene Stärke beginnt. Der junge Sasja ist überzeugt davon, seine Mutter retten zu können und stößt dabei in einer fantastischen Welt der Kinderliteratur auf immer neue Hindernisse. Gleichzeitig lernt er die unterschiedlichsten Freunde kennen, die ihm zur Seite stehen und mit ihm die dort herrschende Ordnung grundsätzlich in Frage stellen.                

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Die Weltkarte der Schrift —
ein Sachbuch im Comic-Stil

von Martha Fabian, Görgen Fabian und Martha Zähe (2020)

Sobald Kinder Lesen und Schreiben lernen und ihr erstes Buch in der Hand halten, wird ihr Interesse für Schrift und Sprache geweckt. In “Es steht geschrieben. Von der Keilschrift zum Emoji” von Vitali Konstantinov können die jungen LeserInnen die Geschichte der Schriftkultur von ihrem Ursprung aus miterleben. Das Comic-Sachbuch beantwortet die Frage, wie und wo verschiedene Schriften entstanden sind und wie sie sich entwickelt haben.

Konstantinov gibt einen geschichtlichen Überblick über die entscheidende Kulturtechnik des Menschen und veranschaulicht eindrucksvoll die Vielfalt der Schrift.

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Kafka für Kinder

von Virginia Franke, Laura Krakowski, Lena Sophia Pustet, Kevin Reinartz, Jasmin Yildirim, Dilara Zilifli (2020)

Was geschieht, wenn man bemerkt, dass man sich eines morgens in einen Käfer verwandelt hat und das zu allem Verdruss niemand anderem auffallen will? Ist es falsch anders zu sein, oder darf man sich guten Gewissens zu seiner eigenen Andersartigkeit bekennen?

Diese Fragen versucht Lawrence David in seinem Buch „Hilfe, Gregor ist plötzlich ein Käfer“ zu beantworten. Hierzu transformiert David die Essenz aus Kafkas Geschichte „Die Verwandlung“ und wandelt selbige für Kinder gewinnbringend um. In Davids Version verfolgen die Leser*innen den Jungen Gregor Sampson, der sich eines morgens als Insekt vorfindet. Als wäre dies nicht genug, muss Gregor zudem feststellen, dass ihm bis auf seinen Schulfreund niemand genug Beachtung schenkt, um seine missliche Lage wahrzunehmen. Den Leser*innen offenbart sich hierbei eine Geschichte, die von Heterogenität, der daraus resultierenden eigenen Unsicherheit und den ihr anhaftenden Qualitäten spricht. Eine Geschichte, die aufzeigt wie schmerzlich es sein kann, wenn die eigenen Lieben aneinander vorbeileben und die dazu mahnt, mehr Beachtung für sein eigenes Umfeld aufzubringen.

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Der etwas andere Museumsbesuch
mit Oma im Ohr

von Vera Feller, Katja Habering, Mariana Kovacevic und Malina Prost (2020)

Möchte man dem vielfach ausgezeichneten Autor Nikolaus Heidelbach Glauben schenken, ist es ein Leichtes, die eigene Enkeltochter durch einen klugen Trick für die Welt der Kunst zu gewinnen. Bei einem gemeinsamen Besuch im Wallraf-Richartz-Museum Köln versetzt sich Almas Oma auf wundersame Weise in die verschiedenen Gemälde hinein. Oma diskutiert mit Alma über den Audioguide den Inhalt der Bilder und findet so eine dialogische, aber doch humorvolle Lehrmethode, die den Kindern einen Einblick in die Kunst ermöglicht. Dies ist ohne Zweifel ein charmanter Schachzug, um die Kinder in den Bann zu ziehen und lässt sich auch über die Abbildungen im Bilderbuch gut auf die Leser*innen übertragen. Allein schon die Neugier, wo die Oma versteckt ist, hat die genauere Auseinandersetzung mit dem Bild zur Konsequenz.

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Von Unbeschwerter Freude bis zu den tiefen Themen des Lebens – komm mit in das bunte Abenteuer der Lyrik

von Sina Böhle, Tobias Horbach, Annika Lankes und Marie Schröder (2020)

Lyrik-Comics, herausgegeben von Stefanie Schweitzer im Jahre 2019, thematisiert in einem Dreiklang von Text, Bild und Musik eine breit gefächerte Sammlung von tiefen Themen des Lebens, wie Freude auf der einen Seite und Leid auf der anderen Seite. Hierzu rücken zahlreiche Autor*innen, Illustrator*innen und Musiker*innen 19 Gedichte für Kinder “in den besten Jahren” in ein neues Licht. 

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Pressler, Mirjam: Dunkles Gold

Von Münzfunden und anderen Schätzen:
Mirjam Presslers letztes Werk „Dunkles Gold“

von Thomas Fischer (2020)

Über Jerome D. Salinger, den Autor des „Fängers im Roggen“, geht das Gerücht, in einem Bunker seines Anwesens lagerten noch Dutzende unveröffentlichter Romanmanuskripte. Man möchte wünschen, dass dies auch auf die vor einem Jahr verstorbene Schriftstellerin und Übersetzerin Mirjam Pressler zuträfe. Doch wenn nicht, ist „Dunkles Gold“ leider ihr letztes Buch. Im Jahr 1998 wurde bei Bauarbeiten in der Altstadt von Erfurt ein Schatz aus Hunderten von Münzen, Schmuckstücken und wertvollen Behältern gefunden, unter denen ein jüdischer Hochzeitsring mit der hebräischen Aufschrift „Masal Tov“ („Viel Glück“) der wertvollste Gegenstand ist. Dieser Schatz, der jetzt in der Alten Synagoge von Erfurt ausgestellt wird, hat Mirjam Pressler zu einem spannenden Roman inspiriert.

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Muecke, Matthias Friedrich: Niemandsland

Eine Jugend in Ost-Berlin ohne Beschönigung:
Matthias Friedrich Mueckes Debüt

Von Thomas Fischer (2020)

Wie war das eigentlich, in Ost-Berlin direkt an der am schärfsten gesicherten Grenze der Welt aufzuwachsen? Der bislang nicht als KJL-Autor in Erscheinung getretene Berliner Maler und Grafiker Matthias Friedrich Muecke (Jahrgang 1965) schickt sich an, in einem vermutlich autobiographisch inspirierten Buch diese Frage zu beantworten. Der Ich-Erzähler M. Findig, der nach einem missglückten Sprung vom Zehnmeterturm nur noch „Nacktarsch“ genannt wird, berichtet in einer Folge kurzer Episoden von seinem Alltag im Pankow des Kalten Krieges. Er und seine Freunde – Fischkopp, Torti und wie sie alle heißen – leiden unter dem strengen Regiment in der Polytechnischen Schule, mischen in „freimüssigen“ Betriebspraktika heruntergekommene Fabriken auf, legen sich mit den Grenztruppen an, fahren Motorrad in den Schulgängen, anstatt diese zu schrubben – und erleben natürlich auch ihre erste große Liebe.

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Rezensionen 2019


Frank, Anne: Liebe Kitty

Anne Franks Tagebuch im Wechsel der Perspektiven

von Annegret Völpel (2019)

Mit Anne Franks Tagebuch scheint jede*r vertraut zu sein. Bekanntlich wurde es von einer Jugendlichen, die mit ihrer jüdischen Familie vor den Nationalsozialisten fliehen musste, von 1942 bis 1944 auf Niederländisch geschrieben, und es thematisiert das Leben im Amsterdamer Versteck. Seit seinem ersten Erscheinen 1947 wurde das Tagebuch weltweit in Millionen Exemplaren verbreitet, es wurde bereits Mitte der 1950er Jahre dramatisiert und seither mehrmals verfilmt, zu einem Hörspiel und Tanztheaterstücken umgearbeitet, auch ist es mittlerweile (nach Angaben des Anne Frank-Hauses) in über 70 Sprachen übersetzt. Wenngleich etliche dieser medialen und sprachlichen Bearbeitungen beträchtlich von ihrem Quellentext abweichen, trugen sie doch insgesamt dazu bei, ihn zu einem festen Bestandteil der Populärkultur zu machen.

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Sís, Peter: Robinson

Jedes Kind braucht eine Insel. Eine Robinsonade für junge Leser*innen

von Anna Lena Ciplajevs, Nathalie Nölle, Jacqueline Schäfer, Katarina Wagner (2019)

„Meine Freunde und ich lieben Abenteuer.“ Mit diesen Worten beginnt die von Peter Sís liebevoll illustrierte und getextete Hommage an das weltbekannte Inselabenteuer, das dieses Jahr sein 300. Jubiläum feiert.

Während seine Freunde zum Kostümfest als Piraten gehen, hat die Mutter des Helden eine andere Idee: Robinson Crusoe. Ohne zu erkennen, wen Peter darstellen will, lachen seine Freunde ihn aus. Gekränkt und niedergeschlagen schläft er zuhause ein und beginnt sich sein eigenes Abenteuer zu erträumen: Das Buch verwandelt sich in ein Segel und sein Bett in ein Boot. So einsam, wie er sich beim Einschlafen fühlt, findet der Junge sich nun auf einer verlassenen Insel wieder. Er lernt, im Einklang mit der Insel zu leben, bis sie zu seinem Zuhause wird, in dem er sich stark und mutig fühlt.

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Rabinowich, Julya: Hinter Glas

In Spiegelsplittern

von Nadja Berger, Valentina Danz, Kathrine Jacobs, Carly Tyson-Fendt (2019)

Julya Rabinowich erzählt in ihrem Jugendbuch „Hinter Glas“ die beeindruckende Geschichte eines siebzehnjährigen Mädchens namens Alice, die in der Schule gemobbt wird und die sich zu Hause durch ihren tyrannischen Großvater und die ihm hörigen Eltern krank und einsam fühlt. Als ein gutaussehender, künstlerisch-begabter Junge in ihre Klasse kommt und sich die beiden ineinander verlieben, verändert sich ihr Leben und sie hat erstmals den Mut und die Kraft, sich gegen ihre Eltern zu stellen. 

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Radeva, Sabina: Darwins Entstehung der Arten

Evolutionstheorie für Kinder?

von Fabienne Olion, Fenja Swenshon, Tobias Vianden (2019)

Warum kann das Chamäleon seine Farbe ändern? Wieso haben Giraffen einen langen Hals? Und stammt der Mensch wirklich vom Affen ab? Antworten auf diese Fragen liefert die Evolutionstheorie des weltberühmten Naturforschers Charles Darwin, welche Inhalt des neusten Buchs von Sabina Radeva ist. In „Darwins Entstehung der Arten“ führt sie die Leser*innen anhand eines Wechselspiels von detailreichen Illustrationen und Erklärungen auf eine leicht zugängliche Art und Weise durch die komplexen Zusammenhänge der Evolutionstheorie.

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Hein, Christoph: Alles, was du brauchst

20 kleine Liebeserklärungen an das Leben

von Betül Azize Akseyman, Tim Kellmann, Charlotte Krause und Jeremias Michael (2019)

Alles was du brauchst „ist mehr als man denkt, und weniger, als man glaubt“: Christoph Hein listet in seinem Werk „Alles was du brauchst – Die 20 wichtigsten Dinge im Leben“ in zwanzig kleinen Kapiteln, die seiner Meinung nach wichtigsten Aspekte des Lebens auf. Einleitend berichtet er zunächst von einem sechswöchigen Krankenhausaufenthalt in seiner Kindheit, für welchen er packen musste. Und weil er nichts Wichtiges vergessen wollte, nahm er viel zu viel mit.

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Rhue, Morton: American Hero 

Eine alternative Heldengeschichte

von Marieke Witte (2019)

 „Mit einer Streitmacht aus unschuldigen Kindern, die keine Ahnung haben, worauf sie sich einlassen. Aber anders geht es doch gar nicht, oder? Denn wenn die Kids tatsächlich wüssten, wofür sie sich da einschreiben, dann würden sie es nicht tun. Und wenn sie sich nicht einschreiben, haben wir keine Armee. Und wenn wir keine Armee haben, gewinnen die Bösen.”

Dieser Überzeugung ist der 18-jährige Jake, die Hauptfigur aus Morton Rhues neuestem Buch „American Hero“. Jake ist ein jugendlicher Soldat, der sowohl körperlich als auch seelisch verletzt aus einem namenlosen Krieg heimkehrt. Zu Hause als Held gefeiert und von der Presse belagert, gelingt Jake der Wiedereinstieg in sein altes Leben jedoch nur schwer. Immer wieder wird er von seinen schrecklichen Erlebnissen verfolgt.

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Bach, Tamara: Wörter mit L 

Wenn man plötzlich kein Frosch mehr ist 

von Clara van den Bergh, Katharina Brammen, Eva Marquardt und Christin Waskönig (2019) 

Tamara Bachs Kinderbuch Wörter mit L nimmt die Leser*innen in die komplizierte Gefühlswelt einer Elfjährigen mit: Die glaubwürdige und lebensnahe Erzählung ermöglicht einen Zugang zu den Themen Liebe, Freundschaft und Familie. Erzählt wird aus der Sicht der elfjährigen Pauline, die zwischen der kindlichen Welt und der Welt der Erwachsenen ebenso hin- und hergerissen ist wie durch das abwechselnde Leben zwischen der Singlemutter und der Patchworkfamilie des Vaters. Das Buch beleuchtet diese Prozesse und Konstellationen sehr realitätsnah, sodass man sich gut in die Hauptfigur hineinversetzen kann.

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Bild

Seibert, Moritz und Oscar Kafsack: Das letzte Aufgebot

Besprechung des Theaterstücks „Das letzte Aufgebot“

von Thomas Fischer (2019)
 

Erster Akt

 

Das Junge Theater Bonn (JTB) bietet seit nunmehr 51 Jahren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, durch Theaterspielen unter professioneller Anleitung die Welt zu entdecken und Selbstvertrauen zu gewinnen. Dadurch hat es sich schon immer von anderen Jugendbühnen unterschieden, die zwar Stücke für Kinder boten, die jedoch fast durchweg von Erwachsenen aufgeführt wurden.

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Titelbild

De Smet, Maria und Mattias de Leeuw (Ill.): Hendrik zieht nicht um
 

Henrik zieht nicht um


von Umar (9) (2019)
 

Hendriks Eltern wollen umziehen, weil die Wohnung zu klein ist. Aber Hendrik findet die Wohnung gut. Er will zu seinem Freund Berkan von nebenan ziehen, wenn seine Eltern wegziehen. Bei Berkan wohnen nämlich sogar sieben Leute in der Wohnung! Hendrik und Berkan machen sich mit der Bahn auf die Reise und wollen Hendriks neue Wohnung erstmal erkunden. Die Beiden verlaufen sich.

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Schützsack, Lara: Sonne, Moon und Sterne

Ein Sommer wie Knisterkaugummi

von Louis (11 Jahre)

In Lara Schützsacks Kinderbuch „Sonne, Moon und Sterne“ geht es um Gustav, Moon und Sand. Moon ist neu in Gustavs Klasse, trägt Glitzerleggins und lange Haare, und die beiden lernen sich im Laufe der Sommerferien kennen. Denn in diesen Sommerferien ist es für Gustav anders als bisher: Gustavs Eltern Erik und Iris befinden sich in der Midlifecrisis und wollen daher Abstand voneinander. Deshalb gibt es in diesem Sommerferien keinen Familienurlaub in Dänemark.

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Van den Speulhof, Barbara: Die nahezu unerschrockenen 5

Fünf mutige und kluge Kinder gegen den Bürgermeister

von Julian Halama (2019)

„Die nahezu unerschrockenen 5“ sind eine kleine Gruppe, der bisher Tilda, Siri, Erwin und Fine angehören. Der kleine Linus soll auch in die Gruppe aufgenommen werden und muss in einer Mutprobe unter Beweis stellen, dass er dazu schon fähig ist. Als Aufgabe soll er der fiesen alten Wanda, einer angeblichen Hexe, die gerne Kinder isst, etwas stehlen. 

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Präkels, Manja: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

‚Hitler‘ kehrt zurück – zwischen DDR und Mauerfall

von Greta Fexer, Sophia Rolf und Samira Warenawan (2019)

„Er verschwand und ich stand noch auf der Veranda, als alle übrigen Gäste längst gegangen waren. Starrte den Himmel an. Kippte Schnäpse in mich hinein und betäubte die Ahnung, der Junge, den sie Hitler nannten, habe mir damals das Leben gerettet.“  (S. 230)

Manja Präkels, Preisträgerin des Deutschen Jugendliteraturpreises 2018, erzählt in ihrem autobiografisch angehauchten Debüt-Roman Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß das Leben vor allem heranwachsender Menschen in der ehemaligen DDR und in der Übergangszeit des Mauerfalls.

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Wu, Yi Meng: Yaotaos Zeichen

Eine Zeitreise durch die Kulturen

von Raphael Krieft (2019)

Die Heimat zu verlassen, in ein fremdes Land einzuwandern und dabei eine fremde Kultur kennenzulernen – um diese hochaktuellen Themen geht es in dem auf geschichtlichen Begebenheiten beruhenden künstlerischen Bilderbuch „Yaotaos Zeichen“: Lucie findet auf dem Dachboden ihres Hauses einen Koffer, aus dem chinesische Schriftzeichen herausfliegen. Diese wunderbaren Zeichen erzählen dem Kind die Geschichte ihres Großvaters Yaotao, welcher in den 1930er Jahren von Shanghai nach Lyon ausgewandert ist. Durch verschiedene Begebenheiten verursacht, wechselt er mit seiner französischen Frau mehrfach die Lebensorte, sodass Fremdheit wechselseitig im jeweils anderen Land erfahren wird. Dabei entsteht ein auch für Kinder nachvollziehbares Panorama aus Glück und Leid, Frieden und Krieg.

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Hegemann, Helene: Bungalow. Ein Roman. 

Bungalow – kein Emotionscocktail für zarte Seelen

von Maren Hasselbach, Clara Marx, Eva Michaelis, Laura Nienhaus (2019)

Die Skandalautorin Helene Hegemann zeigt dem gutbürgerlichen Familienbild und dem Blümchensex den Mittelfinger; dabei bleibt sie dem Stil ihres ersten Buches Axolotl Roadkill treu: schonungslos, ehrlich, direkt, schockierend, präsentiert sich aber zugleich literarisch gereift.

In Hegemanns drittem Roman ‚rekonstruiert‘ die Protagonistin Charlie ihre verkorkste Jugend: Sie ist zwölf Jahre alt und lebt in einer seltsam unbestimmten Zukunft, die von Krieg und Naturkatastrophen gezeichnet ist. Das Viertel, in dem sie mit ihrer alkoholabhängigen und paranoid-schizophrenen Mutter lebt, zeigt deutlich die enorme Kluft zwischen arm und reich. 

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Edwards, Nicole und Luise Uribe: Total verrückte Wörter – Eine Sammlung unübersetzbarer Wörter aus der ganzen Welt

What a wonderful world

von Greta Josefa Kuck, Luna Ludwig, Ursula Machnik, Laura Alina Zielinski (2019)

Du wolltest immer schon mal wissen, ob es ein Wort für das Wetter gibt, das vom Fenster aus schön aussieht, aber zu ungemütlich ist, um hinauszugehen? Und du kennst es bestimmt, dass man jemanden von hinten auf die ‚falsche‘ Schulter tippt, um ihn damit zu necken. Aber wusstest du, dass es im Indonesischen dafür ein eigenes Wort gibt? Oder hast du einen Freund, der immer friert? Im Spanischen nennt man so jemanden „Friolero“.

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Eggers, Dave: Die Mitternachtstür

Ein Blick ins Innere

von Ana Luisa Fuchs, Jaqueline Genten, Felix Jülicher (2019)

„Ein Versprechen ist wie der Boden unter unseren Füßen. Der muss fest sein. Wie können wir gehen und laufen und leben und lachen, wenn wir nicht auf den Boden unter unseren Füßen vertrauen können? Und genauso ist es mit Versprechen. Sie geben uns Halt. Sie halten alle und alles aufrecht.“

In dem kleinen, beschaulichen Ort Carousel scheint nichts so zu sein, wie es sein sollte. Für Granite Flowerpetal bedeutet der Umzug von der sonnigen Atlantikküste in die hügelige Kleinstadt (Carousel) mit ihren unerklärlich schiefen Häusern und rissigen Straßen einen Lebenswandel, den er sich nicht hätte erträumen können: Vom unscheinbaren Granite entwickelt er sich zum mutigen Gran, der zusammen mit seiner Freundin Catalina gegen das Schicksal der Stadt ankämpft.


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Ranisch, Axel: Nackt über Berlin

Kleiner Scherz mit großen Folgen: Zwei Schüler nehmen einen Lehrer als Geisel

von Thomas Fischer (2018)

Der Regisseur und Drehbuchautor Axel Ranisch, der mit der Tragikomödie „Ich fühl mich Disco“ (2013) auf sich aufmerksam gemacht hatte, legt seinen ersten Roman vor, der eine sehr ähnliche Thematik hat wie der Film: Zwei siebzehnjährige Berliner Schüler entdecken ihren Schuldirektor in volltrunkenem Zustand auf der Straße. Selbst auch in Schnapslaune, sperren sie ihn in seiner Wohnung ein. Aus diesem scheinbar harmlosen Scherz entwickelt sich ein psychologisches Drama, das alle drei Hauptpersonen an ihre Grenzen führt.

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Rezensionen 2018


Kennedy, A.L.: Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer

Was hat kurze Beine,hasst kurze Hosen und kann nicht auf Bäume klettern? 

von Melanie Lauer (2019)

A. L. Kennedy weiß es und zeigt uns in ihrem neu erschienen Kinderbuch „Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer“ ihre typisch kritischen und drastischen Gegenüberstellungen, die wir bisher nur aus ihren mehrfach ausgezeichneten Werken der Erwachsenenliteratur kennen.

Die beiden parallel ablaufenden Geschichten über einen traurigen und in fürchterlicher Gefangenschaft lebenden Dachs und vier niedergeschlagene und im regnerischsten Regen stehende Lamas, welche allesamt von garstigen und grässlichen Menschen gefangen genommen werden, finden irgendwann in einer dritten Geschichte zusammen. Und in dieser Geschichte über einen fürchterlich freundlichen, planlos Fluchtpläne schmiedenden Helden, entsteht ein ‚wohlgeordnetes Chaos‘, welches nur die Phantasie zu entwirren können scheint;

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Minelli, Michéle: Passiert es heute? Passiert es jetzt?

Familiendrama

von Julia Klocke, Simone Kurth, Sanne Leyendecker und Sandra Kurka (2018)

„Das Leben besteht aus lauter Momenten, die sich aneinanderreihen. Was von einem zum nächsten führt, lässt sich im Nachhinein kaum sagen. Es ist wie eine Abfolge von Tönen, die eine Melodie ergeben. Manchmal wohlklingend, manchmal nicht.“

Bruchstückartig setzt sich zusammen, wie perfekt Wolfgang Brass‘ Leben zu sein scheint: Neu in der Stadt integriert er sich schnell, die Familie ist beliebt im Ort. In der Schule bereiten ihm besonders Musik und Deutsch große Freude. Seine ganze Familie ist gläubig und geht gerne in die Kirche. Doch irgendwann ändert sich etwas: Die Besuche von Freund*innen bleiben aus, selbst Verwandte kommen nur noch selten zu Besuch. Nachbar*innen und selbst Mitglieder der Kirchengemeinde meiden die Familie zusehends.


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Schwindt, Peter: Borderland

Ein Spiegelbild des Unterbewusstseins

von Lisa Rüprich, Melanie Killert und Lisa Drehsen (2018)
 

„Zeit heilt nicht alle Wunden. Überhaupt nicht. Man lernt vielleicht, mit ihnen zu leben. Aber das war es auch schon. Jane hatte recht. Man war mehr als nur die Summe seiner Verluste. Doch die Verletzungen, die von ihnen geschlagen werden, heilen manchmal nicht.“

Peter Schwindt erzählt in Borderland von dem sechszehnjährigen Vincent und dessen Reise zurück ins Leben. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters und der darauffolgenden Depression der Mutter verliert Vincent den Boden unter den Füßen. Auf dem Weg, seine Lebensfreude wiederzuerlangen, helfen ihm Jane und Vida. Dabei lösen die konträren Mädchen unterschiedliche Gefühle in ihm aus und bieten ihm individuelle Zugänge zu seinem Leben. Durch die daraus resultierende Veränderung seiner Persönlichkeit wächst Vincent sowohl in seinen Taten als auch in seiner Sichtweise.

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Tan, Shaun: Reise ins Innere der Stadt

Verstörend schön

von Esther Link, Fabiana Niemann, Meike Reulein & Isabelle Risopp (2018)

Mondfische, die im Himmel leben, Schmetterlinge, die eine ganze Stadt zum Stillstand bringen oder Riesenschnecken, die sich auf Nebenstraßen finden und an Ort und Stelle lieben – in seinem neusten Werk „Reise ins Innere der Stadt“ gelingt es Shaun Tan, das Verhalten der Menschen als absurd darzustellen.

Sein Werk besteht aus insgesamt 25 Kurzgeschichten und Gedichten, die von großartigen Illustrationen, die im Original Ölbilder sind, ergänzt werden. Jede Parabel berichtet von einer Utopie, in der Tiere ein Teil der Großstadt sind. Die oft melancholischen Geschichten beschreiben das Verhältnis von Mensch und Tier. Auf außergewöhnliche Weise schafft es der Autor, die Leser*innen auf eine Reise mitzunehmen, die sie vielleicht nie antreten wollten und von der sie dann doch hoffen, dass sie so schnell nicht wieder endet.

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Steinkellner, Elisabeth: Dieser wilde Ozean den wir Leben nennen

Farbe bekennen

von Katalin Jordan, Kine Aasen, Alina Walter (2018)

Die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen – eine chaotische Zeit voller aufwühlender Themen: Die Emanzipation von den Eltern, die Suche nach Abenteuern inklusive der Sexualität, das dringende Bedürfnis nach einem warmen Platz zum Wohlfühlen bei Freund*innen und Geschwistern oder auch das Erleben der ersten großen Liebe. Und was passiert, wenn in dieser Zeit auch noch das Leben voll zuschlägt? Der Plot eines Jugendromans wäre perfekt. Jedoch bricht Elisabeth Steinkellner diese Konstrukte einmal komplett und dennoch mühelos auf.


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Samson, Gideon: Sternschnuppensommer

Wenn es nur immer so bleiben könnte...

von Franziska Breusch, Selina Dericks und Annika Urbach (2018)

Schwimmen, tanzen, Fahrrad fahren, stundenlang am Strand liegen und die Sterne beobachten: Das klingt wie die Definition einer unbeschwerten Kindheit, noch dazu auf einer Ferieninsel mit seinem besten Freund und dessen Freundin. – Doch was passiert, wenn drei Heranwachsende plötzlich mehr verbindet als nur unbeschwerte Freundschaft?

Jakob verbringt die Ferien bei seinem Vater Yiannis auf einer griechischen Insel. Da er diesen Vater, der von Yiannis Mutter getrennt lebt, bisher kaum kennt und zunächst auch keine Versuche unternimmt, um dies zu ändern, fühlt er sich schon bald einsam und gelangweilt. Als er sich dann auch noch mit seinem Vater streitet, scheint sein Aufenthalt völlig ruiniert. Doch dann trifft er Micha, der sein Leben auf den Kopf stellt; schnell werden die beiden beste Freunde. 

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Faye, Gaël: Kleines Land

Kleines Land, tiefe Risse

von Eva-Maria Joester, Giuliana Kossatz, Jessica Leon und Simon Stein (2018)

„Die Menschen in dieser Gegend waren wie die Erde. Hinter scheinbarer Ruhe, einer lächelnden Fassade und großen, optimistischen Reden waren ständig dunkle, unterirdische Kräfte am Werk, um Gewalt und Zerstörung freizusetzen, die in wiederkehrenden Perioden durchs Land fegten wie tückische Winde: 1965, 1972, 1988. Ein böser Geist schaute regelmäßig vorbei, um die Menschen daran zu erinnern, dass Friede nur ein kleines Intervall zwischen zwei Kriegen ist. Diese giftige Lava, die breiten Blutströme sollten bald wieder an die Oberfläche quellen. Wir wussten es noch nicht, aber die Zeit des Infernos war gekommen, und die Nacht ließ das Rudel der Hyänen und Wildhunde los.“ (Faye 2017, S. 116f.)

In seinem Adoleszenzroman „Kleines Land“ beschreibt Gaël Faye aus der Rückschau des erwachsenen Ich-Erzählers Gabriel, der mittlerweile in Frankreich lebt, wie die Alltagswelt seines Heimatlandes Burundi durch den auflodernden Bürgerkrieg tiefe Risse bekommt und die mit diesem ethnischen Krieg einhergehende physische Vernichtung oder tiefgreifende psychische Verstörung der Menschen in seinem privaten und sozialen Umfeld.

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Lewis, Gill: Der Klang der Freiheit

Die Macht der Verbundenheit

von Dominique Kengels und Marius Witting (2018)

„Ein kleines Boot - Ein Funken Hoffnung - Ein Traum von Freiheit.“
 

Eine kleine Gruppe von Menschen treibt zusammengekauert in einem Schlauchboot auf offener See. Sie sind auf der Flucht, könnten von überall herkommen, könnten nach überall wollen, um ein neues Leben zu beginnen. Alle Personen in dem Boot unterstützen sich gegenseitig, indem sie Brot, Wasser und Kleidung miteinander teilen. Einer von ihnen lehnt jedoch jede Unterstützung ab: der vierzehnjährige Rami, der nichts bis auf einen kleinen Koffer mit einer Geige bei sich trägt. Doch warum ist dieses Instrument das einzige, was Rami mit sich führt? – Doch als Rami zu spielen und eine Geschichte zu erzählen beginnt, lichten sich die Schleier der Ungewissheit und die Passagiere vergessen für eine Zeit lang die Gefahr, in der sie sich befinden. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Sie hören den Klang der Freiheit, der ihnen neuen Mut auf dem Weg in ein hoffentlich besseres Leben gibt.

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Herrick, Steven: Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen.

Der Fluss des Lebens – Eine poetische Geschichte über das Erwachsenwerden

von Luisa Bach, Ronja Dreckmann und Jana Krasky (2018)

panta rhei / Alles fließt.

 

Harry, der Protagonist dieses kurzen, aber poetisch-kraftvollen Romans, wächst Anfang der 1960er Jahre in einer australischen Kleinstadt auf; leicht hat er es dabei nicht: Mit sieben Jahren verliert er seine Mutter, woraufhin er zusammen mit Vater und Bruder versucht, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und neben dem Kummer und dem Leid des Verlustes auch die Freuden des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn die Familie nun eine Sonderstellung in der konservativen Kleinstadt einnimmt. Dabei hat der Tod der Mutter auch ein beschleunigtes Erwachsenwerden zur Folge; Harry muss schon früh Verantwortung übernehmen: Mit sieben Jahren erlernt er das Kochen und kümmert sich um seinen jüngeren Bruder. Gleichzeitig entwickelt er sich zu einem jungen Mann, verliebt sich zum ersten Mal, entdeckt die Sexualität und findet eine Freundin. – Doch dann tritt der Fluss wieder über die Ufer…

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Bell, Eric: Dieses Leben gehört: Alan Cole – bitte nicht knicken

Coming out in der amerikanischen Provinz

von Thomas Fischer (2018)

Alan Cole, ein zwölfjähriger, introvertierter, unsportlicher Junge, verliebt sich in seinen Mitschüler Connor Garcia – dieser jedoch klopft schwulenfeindliche Sprüche. Hinzu kommt, dass Alan in einem spießigen amerikanischen Provinzkaff lebt und in den Familien ein Klima von Unverständnis und häuslicher Gewalt herrscht, weshalb die Rahmenbedingungen für ein Coming Out nicht gerade ideal sind.

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Baldwin, James: Von dieser Welt 

Im Namen des Vaters

von Mareike Effinger, Jule Sittardt, Ruben Francis Ram Suri, Katharina Volz (2018)

„Sie saß da und hoffte, Gott möge die Weißen eines Tages unter unvorstellbaren Qualen zur Demut schleifen und ihnen vor Augen führen, dass schwarze Männer und schwarze Frauen […] ein Herz hatten wie andere Menschen, ein menschlicheres Herz als sie.“   

In dem autobiographisch angelehnten Roman „Von dieser Welt“ zeigt James Baldwin die Realität eines afro-amerikanischen Jungen in einer streng religiösen Gemeinde des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Dabei zeigt Baldwin den Lesenden ungeschönt ein Leben voller Rassismus, erleidender und gleichzeitig ausführender Diskriminierung und Gottesfurcht, die als Rechtfertigung für den permanenten und nicht zu beschreibenden Hass genutzt wird.

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Heppermann, Christine: Frag mich, wie es für mich war

Denn jede Erfahrung macht uns zu dem, wer wir sind

von Valeria Rapp, Sabrina Rieder und Chantal Jasmin Schmischke (2018)

„Nick musste mir versprechen, es niemandem zu sagen, damit die Leute, wenn sie mich ansehen, mich als Ganzes sehen.“

In ihrem Roman „Frag mich, wie es für mich war“ erzählt Christine Heppermann die Geschichte von Addie, deren Entscheidung zu einer Abtreibung ihre vorherige Sichtweise auf alles verändert: Sie verlässt das Laufteam, beendet die Beziehung mit ihrem Freund Nick, legt alle aufoktroyierten Kategorien ab und wird zu jemandem, der selbstbestimmt lebt.

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Bach, Tamara: Mausmeer

Sehnsucht

von Lina Fleskes, Marei Gatzke, Helen van den Berg, Sina Wilms (2018)

„Hab sie gelockt mit Essen, mit der Badewanne, hab gesagt, dass wir vielleicht auch schwimmen gehen können, wenn sie mag, in die Sauna, und ich finde dann schon raus, wo man, aber nein. NEIN! 
Was hast du nur vor? EINEN AUSFLUG WOLLTE ICH MACHEN! MIT MEINER SCHWESTER!“

Ben, der jüngere Bruder, initiiert einen Ausflug zum Haus des verstorbenen Großvaters, um seiner Schwester Annika seinen Schulabbruch zu beichten. Sein Wunsch: Ein letztes Mal unbeschwert Zeit mit seiner Schwester verbringen.

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Burger, Judith (Text) und Ulrike Möltgen (Illustration): Gertrude Grenzenlos

Grenzenlos beste Freundinnen

Eine lesenswert-Rezension von Miriam (9 Jahre) (2018)

Der Kinderroman „Gertrude grenzenlos“, geschrieben von Judith Burger und illustriert von Ulrike Möltgen, spielt in der DDR.

Es geht darum, dass ein Mädchen, das in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) lebt, ein anderes Mädchen namens Gertrude Leberecht trifft. Gertrude ist anders als die anderen, und Ina wird ihre Freundin. Ina lässt Gertrude nicht im Stich, obwohl sie immer wieder Ärger kriegt. Frau Wendler, ihre Lehrerin, und der Direx, der Schulleiter, sind gegen Gertrude.

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Pauli, Lorenz (Text) und Miriam Zedelius (Illustration): Oje, ein Buch! 

Buch im Buch

Eine lesenswert-Rezension von Johannes (9 Jahre) (2018)

Das Buch mit dem Titel „Oje, ein Buch“ von Lorenz Pauli (Text) und Miriam Zedelius (Bild) handelt von dem Jungen Juri, der der Frau Asperilla sein neues Geschenk zeigt. Das Geschenk ist ein Buch, es heißt „Oje, ein Buch“. Juri und Frau Asperilla beginnen das Buch zu lesen.

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Sarihi, Sepideh und Völk, Julie: Meine liebsten Dinge müssen mit

Geduld für die schönen Dinge

Eine lesenswert-Rezension von Lina (9 Jahre) (2018)

In dem Buch „Meine liebsten Dinge müssen mit“ geht es um einen Umzug, bei dem es einem Mädchen sehr schwer fällt, all ihre liebsten Dinge in einen kleinen Koffer zu packen.

Ein Mädchen muss mit ihren Eltern umziehen. Sie soll alle ihre liebsten Dinge in einen kleinen Koffer einpacken. Aber das Mädchen hat zu große liebste Dinge, zum Beispiel einen Baum und den Busfahrer mit seinem Bus.

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Herzog, Annette (Text) und Katrine Clante / Rasmus Bregnhøi (Illustration): 
Herzsturm - Sturmherz

Wenn Zwei sich in der Mitte treffen

Eine lesenswert-Rezension von Maja (9 Jahre) (2018)

Im Comic „Herzsturm/ Sturmherz“ von Annette Herzog und Katrine Clante geht es um ein Mädchen, das Viola heißt, und einen Jungen, der Storm heißt. Viola ist in Storm verliebt und Storm ist auch in Viola verliebt. Beide trauen sich nicht, dass dem/ der anderen zu sagen, deshalb schreiben sie sich gegenseitig einen Brief. Sie verabreden sich für den Tag um 15 Uhr, um sich ihre Briefe zu geben. 

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Woltz, Anna: Für immer Alaska 

Ein Hund, der aus Feind*innen Freund*innen macht

Eine lesenswert-Rezension von Lina (9 Jahre) (2018)

In dem Buch „Für immer Alaska“ geht es um ein Mädchen, das ihren Hund vermisst und ihn durch einen Zufall wiedersieht.

Sven und Parker sind zusammen in eine neue Klasse gekommen und verstehen sich überhaupt nicht gut. Sven hat Epilepsie und braucht einen Assistenzhund. 

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Labor Ateliergemeinschaft: ICH SO, DU SO – Alles super normal

Alle Menschen sind anders – Ich so, Du so

Eine lesenswert-Rezension von Enno (9 Jahre) (2018)

Dieses Buch, das von der Labor Ateliergemeinschaft verfasst wurde, überrascht die Leser*innen erstmal dadurch, dass es keine zusammenhängende Handlung hat, sondern viele kleine Geschichten enthält. In diesen Geschichten wird vom Leben von Menschen, die anders sind als wir selbst, erzählt.

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Lewis, Gill (Text) und Weaver, Jo (Illustration): Der Klang der Freiheit: Ein kleines Boot - Ein Funken Hoffnung - Ein Traum von Freiheit 

Die Musik des Meeres oder Der Klang der Freiheit

Eine lesenswert-Rezension von Jabob (9 Jahre) (2018)

Wir Kinder wissen schon, dass es viele Flüchtlinge auf der Welt gibt. Das Buch „Der Klang der Freiheit“ erzählt davon, wie es sich anfühlt, auf der Flucht sein zu müssen.

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Labor Ateliergemeinschaft: ICH SO, DU SO – Alles super normal

Alles ist super normal – oder doch nicht?!

von Clara Finken, Mona Messerschmidt, Henrike Müller (2018)

„Wir wollen sein dürfen, wer wir sind, und dazugehören – jeden Tag anders, neu oder gleich, ohne dass man uns bewertet oder in eine Schublade steckt. Denn jeder Mensch ist vielseitig und einzigartig. Und er kann sich verändern. Je offener wir aufeinander zugehen, umso besser gelingt es uns, zusammen glücklich zu sein. Wenn wir alle gleich wären – wie langweilig wäre das Leben!“

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Linker, Christian: Stadt der Wölfe 

Wenn Wünsche Wirklichkeit werden

Eine lesenswert-Rezension von Mats (2018)

Janek streitet sich mit seinen Eltern. Alles auf der Welt macht ihn wütend. Er wünscht sich alle ganz weit weg. Plötzlich antwortet keiner mehr. Die Menschen scheinen verschwunden zu sein!

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Kasmann, Guido: Lena! Chaos! Klappe, die erste! 
von Ava (10 Jahre) (2018)

Lena ist ein Mädchen, das mit ihrer Mutter in einer Pension lebt. Außerdem hat sie sehr viele Tiere und eine Oma, die mit in der Pension wohnt. Sie haben drei Gäste. Da wäre zum Beispiel Herr Marquardt, ein großer sportlicher Mann mit außergewöhnlich großem Kreuz. Außerdem Herr Waldecker & Herr Herzberg, zwei ältere Herren, die sich öfter mal streiten, dennoch gute Freunde sind und Frau von Hünsel, eine sehr eingebildete Dame, die zwei Verehrer hat: Herr Waldecker & Herr Herzberg.

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Bertram, Rüdiger: Milla und das erfundene Glück 
von Eva Schiffer (8 Jahre alt) (2018)

Milla: „Glaubst Du an Wahrsagerei?“

Henri: „Natürlich nicht.“

Milla: „Ich auch nicht, aber ich wusste, dass du das sagen würdest.“

In dem Buch „Milla und das erfundene Glück“ geht es darum, wie es ist, wenn man Konflikte mit seinen Eltern hat und es geht darum, wie Freundschaft dabei hilft, diese zu lösen.

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Wegmann, Ute: Toni

Hühner in Gefahr?

Eine lesenswert-Rezension von Mia (12 Jahre) (2018)

In dem Buch „Toni“ von Ute Wegmann geht es um die zehnjährige Toni, deren Mutter Krebs hat. Wegen der anstehenden Behandlung ihrer Mutter geht Toni für einige Zeit zu ihrer Großmutter, genannt Grossi. Sie freundet sich mit den Tieren des grummeligen Nachbarn an, denen sie nach kürzester Zeit auch Namen gibt. Allerdings kann sie immer nur zu den Tieren, solange der „Muffkopf“ auf dem Feld arbeitet, da dieser nichts davon wissen soll und es ihr garantiert verbieten würde.

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Frank, Astrid (Text) und Regina Kehn (Illustrationen): Enno Anders oder Löwenzahn im Asphalt 

Ennos eigener Planet

Eine lesenwert-Rezension von Jannis (10 Jahre) (2018)

Enno heißt nicht nur Anders, er ist auch nicht so, wie die anderen Kinder in seiner Klasse: Er kann sich nicht so gut konzentrieren und denkt über viele Sachen nach, weshalb es in seinem Kopf immer ziemlich laut ist. Enno hat auch nicht so viele Freunde wie die anderen Kinder, dafür aber einen richtig guten Freund. Das ist Olsen, und der versteht ihn immer.

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Gottschalk, Maren: Mein Köln-Buch: Wissensspaß für schlaue Kinder 
von Martin (8 Jahre) (2018)

Das Buch „Mein Köln-Buch, Wissensspaß für schlaue Kinder“ von Maren Gottschalk ist für Kinder von 8-12 Jahren, für Jungen und Mädchen. Die Autorin Maren Gottschalk studierte Geschichte und Politik und bekam den Luchs-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Die Illustratorin ist Claudia Carls.

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Bacher, Christina: Bolle und die Bolzplatzbande: Das Römergrab 

Vorsicht, clevere Kölner Kinder mit Hund!

von Jule Dahmen (9 Jahre) (2018)

Laura, Wladi, Sema, Kevin und Bolle sind die Kölner Bolzplatzbande, die sich in dem neuen Kinderkrimi von Christina Bacher wieder in ein spannendes Abenteuer begibt.

Die Bande taucht dieses Mal begleitet von einem Hund mit dem Namen Conchita, der eigentlich der „Tussi vom Eigelstein“ gehört, in die römische Geschichte Kölns ab.

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Pei-Yu Chang: Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin

Der mysteriöse rote Koffer oder Der Schlüssel der Welten?

Sude Ates, Jasmine Belair, Florian Heinemann, Kevin Hüsch, Marie Otto, Friederike Paffendorf, Romely Paulo, Leonie Peterwitz vom Leseclub der Ursula-Kuhr-Hauptschule Köln-Heimersdorf (2018)

Kann ein Koffer wichtiger sein als ein Leben? – Wenn es nach diesem spannenden Bilderbuch von Pei-Yu Chang über Walter Benjamin geht, dann schon!

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Kaiser, Jan (Text) und Hans Lafrenz (Ill.): Hase Hartmann

Hase Hartmann – wenn Träume wahr werden

Eine lesenswert-Rezension von Ava, Daniel, Eva, Jannis, Jule, Malina, Mara, Martin, Mats (2018)

Normalerweise bekommen Kinder zu Ostern Geschenke vom Osterhasen. Doch bei den Hartmanns ist das ein bisschen anders.

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